G8-Protest
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Elternbrief Info G8 Maria-Ward-Schule

Information MWS-Schülerinnen und Eltern Information

Entgegen anders lautender Aussagen vor der Wahl beabsichtigt die Bayerische Staatsregierung zum Schuljahr 2004/2005 das achtjährige Gymnasium (G8) verpflichtend einzuführen.

Wie wird das G8 aussehen?

  • Laut Kultusministeriums wird es genauere Auskünfte erst in einigen Wochen geben. Informationen für Schüler, die zum nächsten Jahr ans Gymnasium übertreten wollen, gibt es noch nicht
  • Die Schüler des G8 müssen mit zwei bis sieben Stunden zusätzlichem Unterricht rechnen! Damit solle die Qualität des geplanten achtjährigen Gymnasiums gesichert werden. "Ohne Intensivierungsstunden ist das G 8 nicht zu machen", so Kultusministerin Monika Hohlmeier. Künftig müssen Fünftklässler mit bis zu 34 statt 30 Stunden Unterricht pro Woche rechnen, Zehntklässler 38 statt 34 Stunden. Das heißt, Unterricht an vermutlich mindestens zwei Nachmittagen ab der Klasse 5. Aus Sicht der Lehrer sind die Schüler mit sechs Unterrichtsstunden am Vormittag gut ausgelastet. Sie brauchen Freiräume, nicht ‚Verschulung'.
  • Es steht zu befürchten, dass die Kinder außerschulische Aktivitäten wie Vereinssport, Musikunterricht oder kirchliches Engagement in Zukunft reduzieren müssen, weil sie ihre Energie und Zeit komplett auf die Schule richten müssen. Diese Tätigkeiten sind aber wichtig für die Gesamtentwicklung des Jugendlichen. Der schulische Leistungsdruck wird sich zudem durch die erhöhten Wochenstundenzahlen und Komprimierung des Lehrplans von 9 auf 8 Jahre weiter erhöhen.
  • Ungeklärt ist in diesem Zusammenhang auch noch, wie sich die Ausweitung des Unterrichts auf die Nachmittage auf die angespannte Schulbussituation sowie auf die Verpflegung der Schüler in der Mittagspause auswirken wird.
  • Betroffen sind auch die Schüler des bisherigen Gymnasiums! Bisher motivierte und engagierte Lehrer werden durch enorme Mehrarbeit (unverhältnismäßige Erhöhung der Arbeitszeit bei nach wie vor großen Klassen) noch mehr unter Druck stehen, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Qualitätseinbußen in der Zusammenarbeit mit Eltern und Schülern, längere Korrekturzeiten und eine Einschränkung des bisher vielfältigen Angebots an Aktivitäten, das über die Unterrichtsarbeit im Klassenzimmer hinausgeht, werden die Folge sein.
  • Ein Konzept, wie man im Jahr 2013 den doppelten Abiturientenjahrgang abfedern will, der in die Universitäten und auf den Arbeitsmarkt drängt, gibt es noch nicht.
  • Der Ersatz des 9-jährigen Gymnasiums zugunsten eines nicht ausreichend vorbereiteten G8 legt die Befürchtung nahe, dass hier einseitig den Forderungen der Wirtschaft entsprochen wird.
  • · Die pädagogische Arbeit wird unter diesen Schnellreformen leiden und damit nicht zuletzt alle Schüler des jetzigen und künftigen Gymnasiums.

Die Lobby unserer Kinder sind wir Eltern!

Äußern Sie sich an entsprechenden Stellen, um einen Qualitätsverlust der Bildung unserer Kinder am Gymnasium abzuwehren!

Ihr Elternbeirat

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